Sachsen
Ortsgruppe Dresden

Dresden: Planungen Freiberger Straße

Im Namen des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Dresden wenden wir uns heute an Sie, um die Notwendigkeit einer zügigen Beschlussfassung und Umsetzung der Sanierung der Straßenbahnstrecke auf der Freiberger Straße zu unterstreichen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Dresden wenden wir uns heute an Sie, um die Notwendigkeit einer zügigen Beschlussfassung und Umsetzung der Sanierung der Straßenbahnstrecke auf der Freiberger Straße zu unterstreichen. Die Vorteile und die Dringlichkeit dieses Projekts sind offenkundig, und wir möchten Sie eindringlich bitten, diesem Vorhaben Ihre Zustimmung zu geben, sodass die Arbeiten unverzüglich, auf jeden Fall noch vor 2030 beginnen können.

Wesentliche Argumente für die Sanierung:
 

  1. Überschaubarer Eigenanteil und laufende Planungen
    Die Kostenbeteiligung der Stadt Dresden ist im Vergleich zu anderen Projekten überschaubar, und die Planungen befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Es wäre aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, die bestehende Vorarbeit nicht ungenutzt zu lassen.
  2. Barrierefreiheit und bessere Erschließung
    Durch die Sanierung und den Ausbau entsteht die neue, barrierefreie Haltestelle Florastraße. Diese Haltestelle wird das im Bau befindliche Berufsschulzentrum für Wirtschaft optimal erschließen und die veraltete und ungünstig gelegene Haltestelle Rosenstraße ersetzen. Ebenso wird die Haltestelle Oederaner Straße endlich barrierefrei, was ein weiterer Schritt in Richtung eines modernen und inklusiven Nahverkehrs ist und die UN Behindertenrechtskonvention erfüllt. Barrierefreiheit ist Teilhabe, Barrierefreiheit ist nicht lästiges Beiwerk oder Ermessen, sondern umzusetzendes Recht.
  3. Baufreiheit und begrenzter Streckenabschnitt
    Der betroffene Streckenabschnitt ist mit wenigen Metern überschaubar und bietet momentan besteVoraussetzungen für ungehinderte Bauarbeiten, da die Baufreiheit aktuell noch gewährleistet ist. Je länger die Entscheidung hinausgezögert wird, desto größer ist die Gefahr, dass künftige Entwicklungen die Umsetzung erschweren und verteuern.
  4. Wichtige Rolle im Netz und des Verkehrs bei Störungen.
    Ein leistungsfähiger und flexibler Straßenbahnverkehr ist essenziell für Dresden, und die Sanierung dieses Abschnitts trägt entscheidend dazu bei, den Betrieb auch bei Störungen weitgehend stabil zu halten.
  5. Netzstandard: Gleismittenabstand von 3 Metern
    Seit mehr als 50 Jahren besteht in Dresden ein Grundkonsens, das Straßenbahnnetz auf einen Gleismittenabstand von 3 Metern auszubauen. Dieser Ausbau ermöglicht den Einsatz von Fahrzeugen mit größerem Fassungsvermögen, wodurch die Anzahl benötigter Fahrzeuge und Personale und damit auch laufende Kosten reduziert und gleichzeitig die steigende Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr bewältigt werden kann. Die Sanierung der Freiberger Straße ist ein konsequenter Schritt in diese Richtung. Der derzeitige Gleisabstand ist nur für die mittlerweile bis zu 30 Jahre alten Bombardier-Straßenbahnen geeignet, deren Restlebensdauer inzwischen limitiert ist.


Fazit und Appell

Angesichts der genannten Argumente – der überschaubaren Kosten, der barrierefreien und verbesserten Erschließung, der günstigen Bauvoraussetzungen, der langfristigen Sicherung der Netzstabilität und der Einhaltung des Dresdner Standards – bitten wir Sie eindringlich, für die Sanierung und den Ausbau der Straßenbahnstrecke auf der Freiberger Straße zu stimmen.

Es ist wichtig, die Planungen zügig in die Umsetzung zu bringen und das Projekt vor 2030 abzuschließen. Ein zeitlicher Verzug würde nicht nur den Kostenrahmen erhöhen, sondern auch die Attraktivität und Funktionalität des Dresdner Nahverkehrsnetzes langfristig beeinträchtigen.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Engagement für eine nachhaltige Mobilität in Dresden und stehen Ihnen für Rückfragen oder weitere Gespräche jederzeit zur Verfügung.
 

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