Wer einen Fuß vor die Tür setzt landet meist ziemlich schnell im öffentlichen Raum - und dieser ist als Straße durch alle Aspekte des Verkehrs überprägt. Der Aspekt des öffentlichen Raums als Lebensraum der Menschen in einem Quartier geriet viel zu lange in den Hintergrund. Die bauliche Gestaltung unseres Lebensumfelds ist nicht das einzige Sachgebiet, dass unsere Mobilität ausmacht. Deswegen bringen wir uns auch mit anderen Themen wie der Finanzierung des Dresdner ÖPNV ein. Aber wir haben hier einige Stellschrauben in der Hand. Und wir sind davon überzeugt, dass eine Neuausrichtung dieser beiden Pole der Nutzungsanforderungen aus Verkehr und Lebensraum zu einer Mobilität im Alltag der Menschen führen kann, die unserer Vision der Mobilität entspricht.
Niemand soll Angst vor Straßenverkehr haben, niemand soll bloß aufgrund einer Ortsveränderung bedroht werden, gefährdet werden oder sogar zu Schaden kommen.
Dafür braucht es Platz für wenig geschützte am Straßenverkehr teilnehmende und eine andere Priorisierung der Verkehrsmittel bei der Umgestaltung von Straßen.
Unser Lebensraum muss so gestaltet sein, dass alle ihre Wege selbständig und einfach tätigen können. Die Gestaltung von Verkehrswegen darf nicht ausgrenzen, sondern muss unabhängig von Alter und bar jeder Einschränkung für alle nutzbar sein. So schaffen wir Teilhabe und Freiheit für alle.
Dafür müssen wir Barrieren wegbauen und Elemente für verschiedene Anforderungen nachrüsten.
Straßen müssen so gestaltet sein, dass diejenigen Mobilitätsformen begünstigt sind, die unsere Ressourcen schonen und den öffentlichen Raum effizient nutzen.
Jeder Person fällt zu diesen Forderungen sicherlich auch vieles ein, dass (gesellschafts-)politischer, (ordnungs-)rechtlicher, technischer oder gar finanzieller Natur ist. Hier sind wir voll bei euch! Am Ende des Tages manifestiert sich vieles davon in der Frage der Gestaltung des öffentlichen Raums.
Die Expertise des VCD wird durch Politik, Verwaltung und den Menschen in Dresden geschätzt. Regelmäßig werden wir zu Austauschformaten für die Fachöffentlichkeit und Stakeholder mit Bezug zu öffentlichen Raum, Verkehr und Mobilität geladen, beraten Entscheidungsgremien und hilfesuchende Einwohner*innen.
Darüber hinaus beziehen wir Stellung zu konkreten Straßenbauvorhaben in der Stadt Dresden. Eine Zusammenstellung wird hier geführt.
Im August 2025 lag die Planung des Hp Alberstadts und dem darunter befindlichen Abschnitt der Stauffenbergallee aus. Mit keinem Wort erwähnt wird die beabsichtigte Radschnellverbindung nach Klotzsche und durch Kraftverkehr auf den Nebenfahrbahnen bleibt für den Fußverkehr nur das Mindestmaß übrig.
Im Juni 2025 entschied der Dresdner Stadtrat bar jeder Vernunft einen überbreiten Verkehrsweg herzustellen.
Anfang 2023 sollte der Stadrat zugunsten der Schulwegsicherheit den abschnittsweisen Umbau der auf Kraftverkehr getrimmten Bodenbacher beschließen. Der Stadtrat wog die geringfügigen Einschränkungen des Kraftverkehrs allerdings höher und finanzielle Investitionen in sanfte Mobilität nicht wirklich nötig..
Im Februar 2023 ludt die Stadt zur Beschau des Planungsstands zur Augsburger Straße und holte 15 Jahre alte Pläne aus der Schublade, bei denen der öffentliche Raum vorwiegend Straßenrandparken verschandelt werden soll. Unklar, wie die Straße nicht zur Raserstrecke durch Wohngebiet werden soll und warum man nicht gleich die parallele Wittenberger als Fahrradstraße herrichtet.
Im Sommer 2021 lag die Planung zur Nürnberger Straße öffentlich aus. Eine wortwörtliche Ersatzautobahn mit keinerlei Empathie für das städtische Umfeld.
Anfang 2021 soll der Stadtrat die Vorplanung zur Freiberger Straße beschließen. Im Entwurf fällt die sanfte Mobilität hinten runter und lange bekannte Defiziete werden nicht angegangen.
Um die negativen Auswirkungen des Verkehrs der zukünftigen Besuchenden zu verringern, wurde frühzeitig ein Verkehrskonzept erstellt. Wenn man die Sowieso-Maßnahmen herausfällt, bleiben teure und nicht nachhaltige Luftschlösser übrig. Das hier zu bindende Geld wäre verteilt auf die Stadt besser angelegt.
Im April 2020 stand die Vorplanung zum Bischofsplatz auf der Tagesordnung. Abgesehen vom Gleisbstand und defizitär geplanten, neuen Radschutzstreifen soll eigentlich alles so bleiben wie es schon immer war: unübersichtlich und viele Parkplätze am Straßenrand.
Im Herbst 2019 irritierte die Stadt mit einem kraftverkehrsfreundlichen Ausbau der Zwickauer Straße, der leicht überprüfbar Kraftverkehr induzieren sollte und das ganze mit blumigen Worten zum Stadtbahnprojekt verpackte.
Karsten Imbrock
Sprecher der Ortgruppe Dresden
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