Sachsen
Ortsgruppe Dresden

Vermeintliche Einsparungen bei den DVB: unkalkulierbarer, langfristiger Schaden für Dresden

Einsparpläne der Stadtverwaltung für die Dresdner Verkehrsbetriebe sind keine „Optimierungsmaßnahmen“, sondern Kürzungen mit erheblichen negativen Folgen für die Stadt Dresden.

Die kürzlich medial bekannt gewordenen Einsparpläne der Stadtverwaltung für die Dresdner Verkehrsbetriebe sind keine „Optimierungsmaßnahmen“, sondern Kürzungen mit erheblichen negativen Folgen für die Stadt Dresden. Bereits für den laufenden Stadthaushalt bedeuten die Kürzungen nach anfänglicher finanzieller Entlastung mittelfristig Mehrkosten. „Das sind nichts anderes als Schulden für später, die in der Finanzplanung zunächst nicht auftauchen, aber eine langfristige finanzielle Bürde darstellen.“, stellt Fabian Schmiedt von der Ortsgruppe fest.

Erhöhte Instandhaltungskosten

Aufgeschobene Instandhaltung an Fahrzeugen und Infrastruktur müssen später deutlich teurer nachgeholt werden.

Kosten für Personalaufbau- und Abbau

Die DVB haben in den letzten Jahren erfolgreich viel Geld in Nachwuchs investiert. Diese Investition nun abzuschreiben, um in einigen Jahren erneut zu investieren ist unwirtschaftlich.

Wirtschaftliche Folgen

Um Fachkräfte anzuziehen, ist ein attraktiver Nahverkehr essenziell. Dresden wird hier gegenüber Städten, die mehr investieren, zurückfallen. Für Großveranstaltungen wird Dresden unattraktiver wenn Zusatzverkehre wegfallen müssen.

Neu- und Ausbauvorhaben

Kostensteigerungen wenn diese durch Kommunalpolitiker hinausgezögerten werden. Kürzungen gefährden Förderfähigkeit für wichtige Bauprojekte.

Verlust von Fahrgasteinnahmen:

Vollere, schmutzige Fahrzeuge, ein ausgedünnter Takt mit geringerer Zuverlässigkeit führen zu Fahrgast- und damit Zuweisungsverlusten aus dem Deutschlandticket-Topf. Ein Teufelskreis aus Nachfragerückgang und Kürzungen droht.

In Dresden wird der ÖPNV schon seit Jahrzehnten mithilfe von bewährten Verkehrsmodellen optimiert - mit unverkennbarem Erfolg. Bei der Kundenzufriedenheit, Angebot und Fahrzeugauslastung belegen unsere Verkehrsbetriebe Spitzenplätze in ganz Deutschland. Jede weitere Einsparung verschlechtert die Qualität des Nahverkehrs mit gravierenden Folgen für die gesamte Stadt.

Mit politischem Willen wäre es möglich, den ÖPNV in Dresden auf aktuellem Niveau zu erhalten und durch bereits geplante Vorhaben weiter zu verbessern. Der VCD hat bereits vielfältige, umsetzbare Finanzierungsmöglichkeiten vorgeschlagen, die sich auf der Website finden.

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