Sachsen
Ortsgruppe Dresden
Die Ortsgruppe Dresden des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) begrüßt die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets zwischen Flughafen und Autobahn für die wirtschaftliche Entwicklung des Dresdner Nordens und der gesamten Region. Im Rahmen der Offenlage des Bebauungsplans hat der VCD jedoch eine Einwendung eingereicht.
Die Ortsgruppe Dresden des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) begrüßt die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets zwischen Flughafen und Autobahn im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 3017 (Dresden-Hellerau Nr. 13) für die wirtschaftliche Entwicklung des Dresdner Nordens und der gesamten Region.
Im Rahmen der Offenlage des Bebauungsplans hat der VCD jedoch eine Einwendung eingereicht. Der Verband weist darin auf den durch die Berufsmobilität zusätzlich entstehenden Verkehr hin, der möglichst effizient und verträglich abgewickelt werden muss.
„Die Vermeidung von zusätzlichem Pkw-Verkehr ist nicht nur für den Dresdner Norden, sondern für die die Lebensqualität in der gesamten Stadt und der Region wichtig. Wir müssen die bestehende Infrastruktur schonen.“
— Anna Hünsdorf, VCD-Mitglied in Klotzsche
Eine verkehrspolitische Perspektive darf bei der aktuellen Planung nicht aus dem Blick geraten: Durch das Plangebiet könnte künftig eine Verlängerung der S-Bahn-Linie S2 über den Flughafen hinaus zum Airportpark nach Rähnitz – ins Zentrum der Dresdner Chipindustrie – gebaut werden. Der VCD hat mehrere Trassierungsvarianten für eine solche Verlängerung untersucht. Eine dieser fachlich entwickelten Varianten führt durch die südwestliche Ecke des vorgesehenen Gewerbegebiets. Damit besteht ein konkreter räumlicher Konflikt zwischen der heute geplanten dauerhaften baulichen Nutzung und einer möglichen künftigen Eisenbahninfrastruktur. Der VCD fordert, diese Trasse als abwägungsrelevanten Belang bei der Aufstellung des Bebauungsplans angemessen zu berücksichtigen und den betroffenen Korridor von einer dauerhaften Bebauung freizuhalten.
„"Die Planung des gesamten Gewerbegebietes in den 90er Jahren ließ eine spätere Erschließung per Schiene völlig unbeachtet. Es darf nicht sein, dass dieser Fehler verstetigt wird, indem die letzten denkbaren Trassen für eine Bahnerschließung jetzt endgültig verbaut werden."
— Tobias Piotrowski, Planer für Verkehrsanlagen, VCD-Mitglied
Pressekontakt: Karsten Imbrock, Sprecher, Mitglied des Landesvorstands
Hintergrundbilder und PDFs der Trassierungsstudien: Anhänge 1 bis 3