Thüringen
Am 20. September endet die Intercity-Verbindung nach Gera. Damit bricht die einzige verbliebene IC-Anbindung der Stadt weg – ein deutlicher Einschnitt für die Fernverkehrsanbindung Ostthüringens. Die VCD-Ortsgruppe Gera sieht darin nicht das Ende, sondern einen Auftrag, die Voraussetzungen für besseren Bahnverkehr der Zukunft zu schaffen.
Am 20. September endet die Intercity-Verbindung nach Gera. Damit bricht die einzige verbliebene IC-Anbindung der Stadt weg – ein deutlicher Einschnitt für die Fernverkehrsanbindung Ostthüringens. Die VCD-Ortsgruppe Gera sieht darin nicht das Ende, sondern einen Auftrag, die Voraussetzungen für besseren Bahnverkehr der Zukunft zu schaffen.
„Mit dem letzten IC endet ein Stück Fernverkehrsgeschichte in Gera. Entscheidend ist jetzt, dass daraus kein Dauerzustand wird", erklärt Gilbert Weise, Sprecher der VCD-Ortsgruppe Gera. „Wir sollten nicht darüber diskutieren, wie lange Gera ohne Fernverkehr auskommen muss, sondern jetzt dafür sorgen, dass die Infrastruktur für attraktive Verbindungen geschaffen wird."
Aus Sicht des VCD kommen dabei vor allem zwei Infrastrukturprojekte ins Blickfeld:
Die Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung für den durchgehenden elektrifizierten und zweigleisigen Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung.
Die vollständige Elektrifizierung der Bahnstrecke Gera–Leipzig.
Die Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz ist ein zentrales Schienenprojekt für Thüringen. Der VCD bewertet ihre Elektrifizierung und den Ausbau als Voraussetzung für ein leistungsfähigeres Regional- und perspektivisch auch Fernverkehrsangebot.
„Gera braucht eine Bahnpolitik, die über den nächsten Fahrplan hinausdenkt. Wer eine gute Fernverkehrsanbindung will, muss jetzt die Infrastruktur dafür ermöglichen", sagt Weise.
Die jüngsten Verzögerungen bei den Finanzierungsvereinbarungen zeigen nach Ansicht des VCD, wie dringlich verbindliche Entscheidungen sind. Die Ortsgruppe appelliert daher an Bund, Freistaat Thüringen und Deutsche Bahn, die Finanzierung zügig zu sichern und die notwendigen Ausbauvorhaben voranzutreiben.
Beide Projekte sind wichtige Bausteine für eine leistungsfähige und klimafreundliche Schieneninfrastruktur in Ostthüringen.