Thüringen
Das Ganze ist keine Gedenkveranstaltung zum geschliffenen Zebrastreifen, sondern ein Zeichen für klare Forderungen. Eine Demo. Mit Schildern für bessere und mehr Zebrastreifen.
Das Ganze ist keine Gedenkveranstaltung zum geschliffenen Zebrastreifen, sondern ein Zeichen für klare Forderungen. Eine Demo. Mit Schildern für bessere und mehr Zebrastreifen. Mit Aktionen wie dem Tiefseh-Rohr, mit dem man die Perspektive der Kinder einnehmen kann und mit viel Zuspruch aus den Kreisen der Betroffenen.
Kinder, Eltern, Vereine aber auch Anwohnenden und PolitikerInnen wundern sich über das rigorose vorgehen. Die Antworten der Verwaltung klingen alle wie ein schlechter Scherz. Paragrafen, Untersuchungen, selbst die Sicherheit der Kinder. Alles spricht demnach gegen einen Zebrastreifen. In der Ergebnisbetrachtung hilft diese Maßnahme allein dem fließenden Autoverkehr. Damit der so richtig durchfließen kann, ist nun die Geschwindigkeit angepasst und die Hindernisse beseitigt worden. Die an der Straße stehenden Kinder sollen durch aufgebaute Poller besser sichtbar werden, oder besser die Straße einsehen können, da ist man sich nicht ganz sicher wie das gemeint ist. Sperrflächen gab es jedenfalls auch schon mit dem Zebrastreifen.
Nach der „grundhaften“ Beantwortung der Verwaltung der Anfragen der Fürsorgeträger und der zurückhaltenden Berichterstattung durch die Medien sind nicht nur viele Eltern, sondern auch die Institutionen abgeschreckt. Was ist, wenn ein Zebrastreifen wirklich nicht mehr sicher ist. Wer will denn schon Mitschuld an einem Unfall haben?
Die Demo ist nur ein Teil des Engagements zur Erhaltung und Förderung von fußgängerfreundlichem Straßenverkehr in Erfurt. Eine Petition und mehrere Unterschriftenlisten gehen noch an den Oberbürgermeister. Wir bleiben dran!