Was als vorausschauende Vorschläge angedacht war, entscheidet nun über die Lebensqualität aller in Dresden: Mit Kürzungen im Angebot des Dresdner Nahverkehrs soll der Alltag von Familien, Beschäftigten und Mobilitätseingeschränkten erschwert und behindert werden. Dagegen kämpfen wir!
Bestimmten politischen Akteuren sind die Busse und Bahnen vor ihrer Windschutzscheibe lästig. Sie können nicht begreifen, dass die aggregierte Abwicklung von Ortsveränderungsbedürfnissen in einer kompakten Stadt zu ihrer Reisegeschwindigkeit beiträgt. Sie reden von wirtschaftlicher Freiheit, aber negieren soziale Verantwortung. Sie sehen vor allem Kosten und verstehen den Nutzen allenfalls im Rahmen von Schulverkehr, der ihnen eine Bringefahrt erspart.
Wir erklären auf diesen Seiten, warum der ÖPNV wichtig ist und wie seine Finanzierung gesichert werden kann.
Damit nicht immer nur von Kürzungen gesprochen wird, zeigen wir, dass Deckungslücken auch mit politischem Gestaltungswillen geschlossen werden können. Damit unser Dresdner ÖPNV so gut und erfolgreich wie bisher funktioniert - für uns alle! Das forderten Rekordzahlen an Mitzeichnungen einer ePetition bei der Stadt Dresden sowie auskömmliche Zahl von Unterschriften für ein Bürgerbegehren gegen Kürzungen im ÖPNV-Angebot.
vom 24. November 2025
vom 4. März 2025
vom 16. Januar 2025
Wir stemmen uns gegen den Abbau
Lösungen für heute
Was die nächste Staatsregierung leisten muss
Eine ÖPNV-Reform für Deutschland
Weiterführende Informationen
Unser städtischer ÖPNV ist ein multidimensionaler Garant für unser Stadtleben. Er ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in jedem Alter. Er ist das Rückgrat der klimaschonenden Mobilität. Die enge Taktung und der durchgehende Betrieb sind Standortvorteile für unsere Industrie und Gewerbe. Alles das ist langfristig erhaltenswert und auszubauen – der ÖPNV ist es uns wert!
Wir warnen vor langfristigen Schäden, die kurzfristige Einsparungen beim Nahverkehr unserem Stadtleben zufügen können. Ein späterer Neuaufbau von Strukturen, die wir heute als normal kennen, wird lang und beschwerlich. Wir befürchten auch langfristige Abwanderung der ÖPNV-Nutzerschaft zum Pkw, die schwer zurückzugewinnen sein wird.
Unser städtischer ÖPNV und allen voran die DVB AG müssen dabei absehbar für Defizite anderer Sektoren büßen, während die Bahnen und Busse voller sind als je zuvor und Angebotserweiterungen sehnsüchtig erwartet werden.
Zur auskömmlichen Finanzierung unseres ÖPNV und der DVB AG hat der VCD Bundesverband und auch der VCD Dresden bereits vor Jahren Vorschläge unterbreitet. Darin ist insbesondere eine dritte Säule der ÖPNV-Finanzierung durch Nutznießende eines guten Nahverkehrs aufzubauen. Das sind Bewohnende und Gewerbe in kompakten Stadtstrukturen. Kurzfristig müssen folgende Maßnahmen in den Haushalt aufgenommen werden:
Mit diesen Maßnahmen können auch bei moderaten und rationalen Ansätzen 12,15 Millionen Euro zusätzlich erhoben werden. Es gibt also auch innerhalb dieser Vorschläge Gestaltungsspielräume, um das bestehende Nahverkehrsangebot zu erhalten. Die Umsetzung aller Maßnahmen im vorgeschlagenen Umfang ist deshalb nötig. Die Ausnutzung der Potenziale aller Vorschläge verteilt jedoch die aktuellen Lasten auf deutlich mehr Schultern und geht ausdrücklich nicht zu Lasten anderen Politikbereiche. Die Finanzierungsmöglichkeiten sind kurzfristig umsetzbar und sollen explizit der Finanzierung des ÖPNV helfen.
Die derzeit gültige Bundes- und Landesgesetzgebung verhindert die Anwendung zielgerichteter oder zweckgebundener Werkzeuge. Die Modernisierung der Gesetzgebung ist daher dringend geboten, um unseren ÖPNV zu sichern und zu stärken. Wir fordern von der nächsten Staatsregierung, zügig die Mobilitäts- und Abgabengesetzgebung so anzupassen, dass zur Finanzierung durch Nutznießende folgende Instrumente rechtssicher ermöglicht werden:
Aus der Vielzahl dieser Möglichkeiten wird es für Dresden und unseren ÖPNV passende Mittel geben, um eine tragfähige, kommunale Finanzierung zu etablieren. Eine sozial ausgewogene und strukturgebundene Staffelung ist selbstredend inbegriffen. Der Entwurf des Koalitionsvertrags von CDU und SPD in Sachsen lässt hoffen. Der Gegenwert zu neuen Abgaben ist durch den guten ÖPNV, so wie wir ihn in Dresden kennen, gegeben.
Gleichzeitig wurde mit dem Deutschlandticket ein Prozess angestoßen, die Organisation des öffentlichen Nahverkehrs in ganz Deutschland zu reformieren. Für die ÖPNV-Nutzunden ist das riesiger Vorteil. Ein einheitlicher Preis allein wird jedoch dem vorhandenen System und den Zukunftsaufgaben nicht gerecht. Bisher hat das Deutschlandticket zu einer doppelten Tarifstruktur geführt und die Finanzierungsprobleme vor Ort aufgrund mangelnder Übernahme von Einnahmeausfällen verstärkt. Wir brauchen eine grundlegende Reform im ÖPNV, die nicht nur einen Preis diktiert, sondern tragfähige wirtschaftliche Lösungen schafft. Hierbei muss Teilhabe und Klimaschutz eine wesentliche Zielsetzung sein. Daraus folgt die bundesweite Garantie für ein strukturgebundenes Angebot, welches vor Ort zukunftsgerichtet und lokal verantwortet planvoll erweitert werden kann.
Mitwirkung möglich!
Politikrundschreiben im Januar 2025
Unsere Pressemitteilung zu Parkgebühren und Fahrpreiserhöhung Ende 2022
Unser Appell von 2021
Hintergrund zur dritten Finanzierungssäule
Hintergrund zur Mobilitätsgerechtigkeit
beim Bundesverband
Karsten Imbrock
Sprecher der Ortgruppe Dresden
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