Sachsen
Rund 9.500 Fahrzeuge täglich passieren die Weststraße auf Höhe der Andréstraße in Chemnitz. Eine VCD-Verkehrszählung zeigt eine deutlich höhere Belastung an Werktagen – ein generell erhöhtes Geschwindigkeitsniveau lässt sich dagegen nicht feststellen.
Eine Verkehrszählung des VCD an der Weststraße auf Höhe der Andréstraße in Chemnitz zeigt die Verkehrsbelastung und das Geschwindigkeitsniveau an dieser Stelle. Gemessen wurde vom 24. September bis zum 5. Oktober 2026. Insgesamt wurden 102.944 Fahrzeuge erfasst.
Im Durchschnitt passieren die Messstelle rund 9.500 Fahrzeuge pro Tag. Dabei bestehen deutliche Unterschiede zwischen Werk- und Wochenendtagen: Montags bis freitags liegt das durchschnittliche Verkehrsaufkommen bei rund 11.390 Fahrzeugen täglich, am Wochenende bei etwa 6.410 Fahrzeugen. Die beiden Fahrtrichtungen sind insgesamt annähernd gleich stark belastet. Auswertung Daten
Die höchste Verkehrsbelastung tritt werktags am Nachmittag auf. Die durchschnittliche Spitzenstunde liegt gegen 15.30 Uhr bei rund 950 Fahrzeugen pro Stunde. Der höchste Stundenwert im Messzeitraum wurde am 2. Oktober gegen 14.45 Uhr mit 1.061 Fahrzeugen registriert.
Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h liegt die durchschnittliche Geschwindigkeit aller erfassten Fahrzeuge bei 35 km/h, der V85-Wert bei 44 km/h. Das bedeutet: 85 Prozent der Fahrzeuge fuhren höchstens 44 km/h. Nachts steigt der V85-Wert auf 48 km/h, am Wochenende auf 47 km/h. Der höchste registrierte Einzelwert beträgt 87 km/h. Auswertung Daten
Die Messung zeigt damit vor allem eine hohe werktägliche Verkehrsbelastung an der Weststraße. Ein generell erhöhtes Geschwindigkeitsniveau lässt sich aus den Messwerten bei Tempo 50 dagegen nicht ableiten. Einzelne deutliche Geschwindigkeitsüberschreitungen kommen jedoch vor.
Der VCD führt Verkehrsmessungen an verschiedenen Orten durch, um die tatsächliche Situation vor Ort besser beurteilen zu können. Dabei ergeben sich durchaus unterschiedliche Befunde. Während die aktuelle Messung an der Weststraße kein grundsätzlich erhöhtes Geschwindigkeitsniveau zeigt, ergab eine frühere Messung an einer Querungsstelle in Obergurig ein deutlich problematischeres Bild.
Die Messungen sollen damit keine vorgefasste Einschätzung bestätigen, sondern eine Datengrundlage schaffen, auf deren Basis die jeweilige Verkehrssituation bewertet werden kann.